{"id":211,"date":"2017-02-07T22:02:53","date_gmt":"2017-02-07T21:02:53","guid":{"rendered":"http:\/\/okpb1995.bplaced.net\/?p=211"},"modified":"2017-02-11T16:22:47","modified_gmt":"2017-02-11T15:22:47","slug":"vogelarmut-im-winter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/okpb1995.bplaced.net\/?p=211","title":{"rendered":"Vogelarmut im Winter"},"content":{"rendered":"<p>Den Vogelfutterhausbetreibern ist es schnell aufgefallen: es gibt wenig Singv\u00f6gel in diesem Winter 2016\/2017. Die Suche nach den Ursachen bleibt schwierig. Allenfalls einige Hypothesen kann man aufstellen:<\/p>\n<ol>\n<li>Das Wetter war zur Brutsaison (April &#8211; Juni 2016) schlecht. Die Niederschlagsmengen und Tagesh\u00f6chst- und -tiefsttemperaturen zeigen keinen deutlichen Unterschiede zu den Vorjahren. Sicherlich sind Regen und Feuchtigkeit schlecht f\u00fcr die K\u00fcken im Nest. Das Wasser &#8211; ob nun hineingeregnet oder durch nasse Vogeleltern in das Nest gebracht &#8211; k\u00fchlt durch die Verdunstungsk\u00e4lte die kleinen K\u00f6rper schnell aus. Wir k\u00f6nnen nur achtgeben, unsere Nistk\u00e4sten nicht mit dem Einschlupfloch in die Hauptwetterrichtung (Westen) aufzuh\u00e4ngen. Ausserdem m\u00fcssen die K\u00e4sten im Winter geleert werden, damit das Nistmaterial sich nicht zu hoch stapelt.<\/li>\n<li>Die V\u00f6gel finden draussen genug zu fressen. Das w\u00e4re sch\u00f6n, ist aber recht unwahrscheinlich. Vielmehr bedeutet jede entfernte Feldhecke nicht nur den Verlust von Brutpl\u00e4tzen und Schutz sondern auch das Verschwinden von Insekten und Spinnen. Das sog. Winterfestmachen der G\u00e4rten, das mit dem Entfernen aller Gr\u00e4ser, Disteln und Beeren einhergeht tut ein \u00fcbriges.<\/li>\n<li>Die Winterg\u00e4ste bleiben aus. Neben den Standv\u00f6gel, die das ganze Jahr \u00fcber bleiben und nicht im Winter in andere Regionen fliegen, bekommen wir sonst viel Besuch aus dem Norden und Osten Europas. Dort ist es meist noch k\u00e4lter und Nahrung noch weniger zug\u00e4nglich. Also kommen die V\u00f6gel der Arten, die bei uns Standv\u00f6gel sind im Winter zu uns und fallen hier durch ihre etwas anderen Rufe auf (Kohlmeisen mit Akzent oder die Trompetengimpel). Vielleicht haben einige das Teilziehen in diesem Jahr unterlassen &#8211; m\u00f6glicherweise weil die Versorgungssituation dort sich gebessert hat (vielleicht werden dort jetzt auch mehr V\u00f6gel gef\u00fcttert).<\/li>\n<li>Verfolgung durch Beutegreifer. Sicherlich sind Singv\u00f6gel auch Beute und damit Nahrung f\u00fcr Beutegreifer. Dabei sollte zwischen den nat\u00fcrlichen und den durch den Menschen eingef\u00fchrten Beutegreifern unterschieden werden. Nat\u00fcrliche Beutegreifer (Greifv\u00f6gel, Eulen, Marder etc.)\u00a0 gibt es seit Jahrtausenden. Es gibt Zyklen, in denen mal die Beute, mal die Beutegreifer st\u00e4rker vertreten sind. In diesem Verh\u00e4ltnis ist es ausgeschlossen, dass eine Art eine andere vollkommen ausl\u00f6scht. Anders erh\u00e4lt es sich mit den durch den Menschen eingef\u00fchrten Beutegreifern (z.B. Hauskatze (Abk\u00f6mmlinge der \u00e4gytischen Falbkatze), Waschb\u00e4ren). Hier konnten einige Beutetiere noch keine Strategie entwickeln, um ihrer vollst\u00e4ndigen Ausl\u00f6schung zu vermeiden.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Etwas positives kann diesem abgewonnen werden: Den Menschen ist das Fehlen der V\u00f6gel aufgefallen und sie werden vermisst. Das gibt Anlass zur Hoffnung, dass es noch nicht zu sp\u00e4t ist, die Vergiftung der Natur und Herrichtung aller Felder f\u00fcr die industrielle Landwirtschaft zu stoppen. Ein Fr\u00fchling ohne Vogelgesang &#8211; wer mag sich etwas so trostloses vorstellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Vogelfutterhausbetreibern ist es schnell aufgefallen: es gibt wenig Singv\u00f6gel in diesem Winter 2016\/2017. Die Suche nach den Ursachen bleibt schwierig. Allenfalls einige Hypothesen kann man aufstellen: Das Wetter war zur Brutsaison (April &#8211; Juni 2016) schlecht. Die Niederschlagsmengen und Tagesh\u00f6chst- und -tiefsttemperaturen zeigen keinen deutlichen Unterschiede zu den Vorjahren. 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